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Wie entsteht Mobbing?

Die Arbeitsmarktlage ist im Moment sehr schlecht, viele Stellen werden abgebaut, der Kampf am Arbeitsplatz wird immer härter und gemeiner. Dieser zunehmende Druck ist häufig der Anlass für Mobbing und Bossing. Der Psychoterror am Arbeitsplatz wird immer härter!
Viele bedienen sich dabei nicht immer sehr feiner Methoden. Immer mehr Arbeitnehmer können oft den Schikanen ihrer Kollegen oder Vorgesetzten nicht mehr Stand halten und werden durch Mobbing oder Bossing regelrecht krank gemacht!

Natürlich sollte man sich dagegen wehren und diese Konflikte am Arbeitsplatz ansprechen. Aber leider gibt es bisher keine Patentlösungen gegen Mobbing am Arbeitsplatz. Die rechtlichen Möglichkeiten sich mit einer Klage dagegen zu wehren sind zwar etwas besser geworden, aber der Arbeitsplatz wird damit nur selten erhalten. Sehr viele Prozesse enden leider oft auch dann, wenn die Klage berechtigt war, mit einer Auflösung des Arbeitsvertrags, weil das Gericht das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer als gestört betrachtet und eine Weiterbeschäftigung nicht mehr für zumutbar hält. Der Betroffene, der gehofft hat, endlich sein Recht zubekommen, erlebt in vielen Fällen ein Feilschen um die Höhe der Abfindung.

Doch allen sei gesagt, niemals die Hoffnung aufgeben, denn für vieles gibt es eine Lösung.

Für die Betroffenen ist es sehr wichtig, unterstützt zu werden, - machen sie den Betroffenen Mut und geben sie Moralische Unterstützung, wenn nötig natürlich auch eine finanzielle Hilfe.

Unternehmen Sie sofort etwas, wenn ein bereits ausgetragener Streit weitere Spannungen nach sich zieht. Denn je länger so ein Konflikt dauert, desto schwieriger ist es eine Lösung zu finden, die für alle Beteiligte in Ordnung geht.

Mobbing ist nicht nur ein Problem von Betroffenen, sondern auch für die Volkswirtschaft. Aktuelle Studien gehen von derzeit einer über Million Mobbingopfern in Deutschland aus. Eine Folge dieses Phänomens sind geschätzte Kosten in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro (laut MobbingLine).

Natürlich muss jeder selbst entscheiden wie er/sie handelt.

 

Der Forscher Heinz Leymann, der den Psychoterror am Arbeitsplatz genauer  untersucht hat, listet 45 typische Mobbing-Handlungen auf, die sich fünf  Kategorien zuordnen lassen:

  1. Angriffe auf die Möglichkeit, sich mitzuteilen
    - Der  oder die Betroffene wird ständig kritisiert oder beschimpft
  2. Angriffe auf die sozialen Beziehungen
    - Die Opfer  werden geschnitten, "wie Luft" behandelt
  3. Angriffe auf das soziale Ansehen
    - Sie erfolgen durch Klatsch, Beleidigungen usw.
  4. Angriffe auf die Qualität der Arbeit
    - Man entzieht den Betroffenen Arbeitsaufgaben, gibt ihnen ständig neue Aufgaben oder solche, die ihre Qualifikation übersteigen oder weit unter ihrem Können liegen
  5. Angriffe auf die Gesundheit
    - Hierunter fallen Gewaltandrohungen oder -anwendungen, z.B. um jemanden einen Denkzettel zu  verpassen, sexuelle Belästigung usw.
Nach den Untersuchungen von Leymann sind die Mobber und Mobberinnen
  • zu 44 Prozent Kollegen und Kolleginnen
  • zu 37 Prozent Vorgesetzte
  • zu 10 Prozent KollegInnen und Vorgesetzte
  • zu 9 Prozent Untergebene

 

Es wird eine sorgfältige Überprüfung aller Informationen vorgenommen, dennoch wird keine Haftung für die Richtigkeit der Informationen übernommen.

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